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Schulkennzahl: 923046

Safer Internet

Was darf man, was darf man nicht ins Netz stellen? 
Wie können Kinder und Jugendlichen ihre Privatsphäre in Sozialen Netzwerken schützen?

Schwerpunkte

  • Schutz der Privatsphäre im Internet
  • Sein eigenes Verhalten im Netz reflektieren/überdenken 
  • Gefahren erkennen
  • Sich richtig verhalten lernen

Lernziele

  • Private Daten von öffentlichen Daten unterscheiden lernen
  • Die Bedeutung des Schutzes der Privatsphäre im Internet erkennen
  • 
Die Preisgabe von Daten im Internet reflektieren
  • 
Unerwünschte Online-Inhalte über sich selbst vermeiden lernen
  • 
Erkennen, wie schnell im Internet falsche Identitäten und Eindrücke entstehen können
  • Sensibel werden für mögliche Auswirkungen des eigenen Handelns auf andere

Verwandte Themen

Fragen am Anfang einer Unterrichtsstunde

  • Warum ist es wichtig, die eigene Privatsphäre zu schützen?
  • Ich hinterlasse Spuren im Internet: Wo? Wie? Was? (Soziale Netzwerke, Blogs, Diskussionsforen)
  • Was passiert wenn ich meinen Namen in einer Suchmaschine eingebe? Welche Fotos/Informationen kann man über mich finden?
  • Was sind personenbezogene Daten? Was soll ich über mich im Netz preisgeben und was nicht?
  • Was weißt Google und co über mich?
  • Wieso wissen Online-Shops wie Amazon was ich kaufen möchte? Wie verdienen Firmen an meine Daten? 

Personenbezogene Daten

Name, Adresse, Geburtsdatum, Sozialversicherungsnummer, Telefonnummer, E‐Mail‐Adresse, Geschlecht, Staatsbürgerschaft, Religionsbekenntnis, Klasse. Auch Bilddaten sind personenbezogene Daten. Eine wichtige Unterscheidung innerhalb der personenbezogenen Daten besteht zwischen sensiblen und nicht-sensiblen Daten. Sensible Daten betreffen den persönlichsten Lebensbereich einer Person. Dazu gehören die ethnische Herkunft, politische Meinung, Gewerkschaftszugehörigkeit, religiöse oder philosophische Überzeugung, Gesundheit oder das Sexualleben.

Schutzmaßnahmen

  • Pyseudonym verwenden
  • Restriktive Einstellungen verwenden (entscheiden worüber, was sichtbar und öffentlich dargestellt wird)
  • Nur Bekannte Freund akzeptieren
  • Nix privates preisgeben, auch keine Fotos veröffentlichen
  • Nicht preisgeben, wo du gerade bist
  • Lernen wie Betrüger vorgehen z B Spamemails
  • Sich nie mit Menschen verabreden, die du ausschließlich im Netz kennen gelernt hast
  • Beende das Gespräch, wenn es unangenehm wird und blockiere Personen die dich belästigen
  • Anzeigebord überlegt aussuchen
  • ACHTUNG: falsche Namen anzugeben kann strafbar sein!

Fakten

Das Internet ist zu einem „Mitmach-Medium“ geworden. Anstatt nur passiv von Website zu Website zu surfen, werden von immer mehr Menschen aktiv nach Lust und Laune eigene Inhalte veröffentlicht. Personenbezogene Daten sind für die Wirtschaft von großer Bedeutung, weil damit gezielt mögliche Kund/innen angesprochen werden können. Es gibt auch einen eigenen Wirtschafts- zweig, der sich diese Tatsache zu Nutze macht: jenen der „Adresshändler“. Sie sammeln (z. B. über Gewinnspiele oder Umfragen) unzählige persönliche Informationen von Konsument/innen und verkaufen diese gewinnbringend an Unternehmen weiter. Ob Alter, Ausbildung, Beruf, Rei- segewohnheiten, Einkaufsverhalten, Wohnverhältnisse oder Hobbys – aus Millionen Datensät- zen können sich die Unternehmen die passenden Adressen heraussuchen. Pro Datensatz lassen sich so im Durchschnitt ein bis zwei Euro verdienen!

  • Jeder Mensch hinterlässt in den unterschiedlichsten Situationen immer mehr Datenspuren von sich. Viele davon sind relativ unbedenklich, einige Dinge gehen aber einfach niemanden etwas an, wie z. B. Angaben über deinen Gesundheitszustand, deine Bankdaten, die Höhe deines Ersparten, deine politische Einstellung, mit wem du befreundet bist, dein Familienleben, deine sexuelle Orientierung etc
  • Je mehr persönliche Daten du von dir preisgibst, desto einfacher haben es diverse „Datensammler“, deine Angaben etwa für Werbezwecke oder sogar Betrügereien zu missbrauchen.

Lernaktivitäten

Alle Safer Internet Übungen hier zum Download (pdf) 
10 Tipps zum Schutz der Privatsphäre hier zum Download (pdf)

Unterrichtsideen

Für jüngere Lerner

  • Passwort-Challenge: Video ansehen (z. B. https://youtu.be/wxZghW1GHlY) und folgende Fragen beantworten: Was sind sichere Passwörter? Wie kann ich sie aufbewahren?Passwortcheck auf https://checkdeinpasswort.de verwenden und verschiedene Varianten ausprobieren Wie lang dauert es Passwörter zu knacken?
  • Zuordnen von personenbezogenen Daten (Übung 1) – siehe BlattSituationen einschätzen (Übung 4) – siehe Blatt. Möglicherweise müssen ein paar Situationen für das Alter angepasst werden.  
  • Wer bin ich? Profil erstellen – die anderen müssen erraten wer sich dahinter verbirgt. (Übung 9) 

Für ältere Lerner

  • Was würden Personalchefs über dich im Netz finden? (Übung 2) – siehe Blatt Social Media Profile vergleichen (Übung 3) – siehe Blatt Situationen einschätzen (Übung 4) – siehe Blatt. Variante: Jugendliche erfinden Situationen und befragen siehe gegenseitig.  
  • Fallbeispiele in der Kleingruppe diskutieren lassen und Verhaltensregeln erstellen lassen:Quelle (Seite 12 bis 13) Nadine: peinliche Fotos in Facebook Stefan: verliebt und hat viele private Details über sein Leben online gestellt Adina: hat Geld einem “Bekannten” im Internet überwiesen Tarik: Statusmeldung im FB wurde von der falschen gelesen

Videos

Learningapps

Quizzes

Quellen und Literatur

Leitfäden

Workshops zu Cybermobbing und Sicherheit im Internet in der 1CD

Neue Medien wie das Internet sind aus unserem Leben kaum noch wegzudenken. Auch SchülerInnen verwenden selbstverständlich den Computer und vielfach auch Smartphones. Um die SchülerInnen der 1CD gleich zu Beginn des Jahres medienfit zu machen, war am 20. Oktober eine Expertin zu Besuch. Dabei wurden wichtige Fragen geklärt, wie z.B.: Wie verhält man sich richtig in Whatsapp? Was ist ein sicheres Passwort? Kann bei Kettenbriefen wirklich etwas passieren? Darf ich alle Fotos im Internet hochladen? …Und viele mehr!

Auch das Thema Cybermobbing wurde genau besprochen. Für die SchülerInnen war zunächst klar: Gemobbt wird immer jemand, der anders ist. Doch unterscheiden uns nicht alle irgendwo von einander? Tatsächlich ist es so, dass Mobbing jeden treffen kann. Muss es aber nicht! Wie man dagegen vorgeht und es am besten gar nicht so weit kommen lässt wissen unsere SchülerInnen jetzt.

Auch die Eltern haben im Rahmen eines Elternabends mehr über Cybermobbing, Neue Medien und Mediennutzung unter Jugendlichen erfahren. Wichtig auch: Die Rechtlage, denn seit Anfang 2016 gibt es ein neues Gesetz, das Cybermobbing explizit unter Strafe stellt.

Auf dieser Website kann sich übrigens jeder Infos zu diesen Themen holen: www.saferinternet.at