Zur Homepage ME-Startseite > ME-Materialien > 5. + 6. Klasse


Die Teiltonreihe

Einige Eigenschaften:

  1. Der erste Ton ist der tiefste. er ist meistens auch der lauteste, jedenfalls der einzige, den die meisten Leute wirklich als Ton hören. er wird deshalb auch oft Grundton genannt.
  2. Die anderen, höheren Töne mischen sich dazu und verschmelzen mit dem ersten. Sie erzeugen den Klang und sind unter anderem dafür verantwortlich, dass wir z.B. eine Oboe von einer Okarina unterscheiden können.
  3. Der zweite Teilton hat genau die doppelte Frequenz des ersten. Der dritte Teilton hat genau die dreifache Frequenz des ersten. Der vierte Teilton…
  4. Anders ausgedrückt: Wenn ich einen Ton spiele, der 120 Hz hat, klingen automatisch auch folgende Frequenzen mit: 240 Hz, 360 Hz, 480 Hz, 600 Hz u.s.w. Jeder dieser Teiltöne klingt in einer für dieses Instrument typischen Lautstärke.


Anmerkungen:

  1. Die Töne mit einem Pfeil darüber lassen sich in unserem Notensystem nicht darstellen. Sie sind entweder etwas höher oder etwas tiefer als die angegebenen Noten (ekmelische Töne).
  2. Die Teiltöne ab der Nummer 2 werden auch als Obertöne bezeichnet.

Wo treten Teiltöne in der Natur auf?

Praktisch überall. Reine Töne ohne Obertöne (Sinustöne) kann man nur künstlich erzeugen.

Wie kann man Teiltöne hörbar machen?

Z.B. durch Obertonsingen. Dabei wird durch Resonanz immer ein Oberton besonders verstärkt.
Die ersten Teiltöne kann man auch auf einer Gitarre spielen. Man muss die Saite dabei genau so verkürzen, dass nur mehr die Hälfte, ein Drittel bzw. ein Viertel der ganzen Saite übrig bleibt. (Leere Saite – 12. Bund – 19. Bund – 24. Bund)
Auch auf Blechblasinstrumenten (Trompete, Horn,…) treten die Teiltöne auf. Dort sind sie die sogenannten Naturtöne. Das sind diejenigen Töne, die aus dem Instrument herauskommten, wenn man die Lippen verschieden stark spannt, ohne dass man dabei die Ventile betätigt.



Die Intervalle

Ein Intervall ist der Abstand zwischen zwei Tönen.


Aufgaben

Die Ergebnisse jeder Aufgabe müssen schriftlich festgehalten werden, jedes Gruppenmitglied schreibt die Antworten auf den eigenen Zettel (Ev. Rückseite).

Aufgabe 1:

Nummeriere die Töne der Teiltonreihe auf dem Informationsblatt von 1 bis 16. Versucht dann gemeinsam, möglichst viele Gesetzmäßigkeiten der Teiltonreihe zu formulieren. Folgende Fragen sollen dabei helfen:

  1. Welche Töne haben die Nummern 1, 2, 4, 8, 16,…; welche Töne haben die Nummern 3, 6, 12,…?
  2. Wie verhalten sich die Frequenzen dieser Töne zueinander? Wie kann man die Frequenz des 1. Tons ausrechnen, wenn man nur die Frequenz des 4. Tons weiß?
  3. Wie kann man die Frequenz des 3. Tons ausrechnen, wenn man nur die Frequenz des 2. Tons weiß?
  4. Zwischen welchen Tönen befindet sich eine Oktav? Zwischen welchen Tönen befindet sich eine Quint (Quart)? Das müssen nicht nebeneinander liegende Töne sein (Z.B: eine Quart ist auch zwischen 6 und 8).

Aufgabe2:

Ein Spektogramm ist eine grafische Darstellung von Teiltönen. Dabei wird die Lautstärke eines Teiltons oft durch verschiedene Farben dargestellt. In den abgebildeten Beispielen bedeutet rot laut und blau leise. Je höher eine Säule ist, desto höhere Teiltöne wurden erzeugt.
Diskutiert die 4 Beispiele! Wieder einige Fragen als Hilfe:

  1. Wer spricht eher leise, wer laut, wer schreit?
  2. Wer ist heiser bzw. hat nicht gut schließende Stimmbänder?
  3. Woran sieht man langsames oder schnelles Sprechtempo?
  4. Kann man sehen, wenn eine Person ein Wort besonders betont? Woran?
  5. Kann man die Stimmung der Personen irgendwie erahnen?


Aufgabe 3:

Geht gemeinsam zum Lehrer und lasst euch Tonbeispiel 1 vorspielen. Genauere Informationen bekommt ihr dort.


ME-Startseite > ME-Materialien > 5. + 6. Klasse
antonkriegergasse | Mein Gästebuch | E-Mail