heise online · c't · iX · Technology Review · Telepolis · mobil · Security · heise open · c't-TV · Jobs · Kiosk
 
         
21.08.2006 19:35
<< Vorige | Nächste >>

Musikverleger gehen gegen frei zugängliche Noten und Songtexte vor

Nach den Auseinandersetzungen mit Musik-Tauschbörsen wie Napster oder Grokster geht die Musikindustrie nun auch gegen Musiker vor, die im Internet Notenblätter und Songtexte frei zugänglich anbieten, berichtet die New York Times (NYT). Vertreter der Music Publishers Association (MPA) hatten diesen Schritt bereits im vergangenen Jahr angekündigt, da nach ihrer Ansicht auch die Verbreitung von Noten-Vorlagen und Gitarren-Tabs illegal ist. Gitarren-Tabs erlauben es, Musik auch ohne Kenntnis von Noten zu spielen.

Anders als bei den Verfahren gegen die Filesharing-Dienste geht es hier um Websites oder Newsgroups wie "alt.guitar.tab", in denen Hobby-Musiker abgeschriebene oder aus Notenbüchern kopierte Notenblätter oder Gitarren-Tabs tauschen. Nach Ansicht von Lauren Keiser, Vorsitzender der MPA, verletzen selbst diese teilweise falsch nachgeschriebenen Notenblätter die Rechte der Songschreiber, weshalb die MPA und ihr nationaler Ableger NMPA einige Websites bereits abschalten ließ oder deren Betreiber unter Androhung rechtlicher Schritte aufforderte, die Notenvorlagen und Gitarren-Tabs von den Seiten zu entfernen.

Die meisten Betroffenen reagierten mit Unverständnis, schließlich würden die Seiten meist privat betrieben und Texte oder Tabs nicht kommerziell vertrieben. Die MPA macht indes geltend, dass die Verkäufe von Notenblättern populärer Musikstücke seit Anfang der 90er-Jahre von rund 25.000 Stück pro Song auf lediglich 5.000 gesunken seien. Die Maßnahmen von MPA und Verlegern seien "reine Raffgier", zitiert die NYT Mike Happoldt, ehemaliges Mitglied der Ska-Punk-Band Sublime und Besitzer des Plattenlabels Skunk Records. Zwar verliere auch er mit solchen Angeboten Geld, doch als Musiker betrachtet er sie mehr als Service. Websites wie Ultimate-Guitar.com sind von diesen Maßnahmen bislang verschont geblieben, da sich deren Firmensitz im Ausland befindet. Zahlreiche Nutzer der nun geschlossenen Angebote sollen bereits auf ausländische Dienste ausgewichen sein. (rek/c't)

Version zum Drucken | Per E-Mail versenden << Vorige | Nächste >>

Kommentare lesen (303 Beiträge)

Anzeige

Ask.com Beta-Challenge  

Testen Sie im Rahmen der Beta-Challenge die Beta-Version
von Ask.com, der neuen Suchmaschine und geben Sie
Ihr qualifiziertes Feedback. Es winkt unter anderem
ein Treffen mit dem Chefentwickler von Ask.com.
Mehr >>

Top-Meldungen

GEZ-Spartarif für Internet-PCs wird wahrscheinlicher

Silizium-Bipolartransistor erreicht 110 GHz Transitfrequenz

ICANN kann weitermachen

Das Internet als Feindesland für Terroristen

Aktuelle Meldungen

Musikverleger gehen gegen frei zugängliche Noten und Songtexte vor

E-Plus-Chef holt Weggefährten nach Düsseldorf

LogicaCMG drängt mit dem Kauf von WM-Data unter die Top 10 in Europa

Was wirklich wahr war. (Ein entschlüsselter Sommernachtsrätseltraum, 4. Teil)

Ab September gibt es "freenetKomplett" entbündelt

Bei Samsung ticken LC-Displays anders

Erneut Lieferengpässe bei Intel-Chipsätzen befürchtet

Unsicheres Déjà-vu-Erlebnis unter Mac OS X

Phishing im Visier: 4. Deutscher Anti-Spam-Kongress

Lizenzstreit zwischen Microsoft und Timeline flammt wieder auf

Dell hilft Geschäftskunden beim Notebook-Akku-Austausch

EU-Kommission fordert Bitstromzugang auch für VDSL

Osteuropäische Spieleentwickler nutzen PhysX-Engine

Außerplanmäßiger Patch von Microsoft

IT-Verband: Frauen und Ältere entdecken Handy- und Online-Spiele

Politiker wollen Videoüberwachung ausdehnen und Anti-Terror-Datei ausbauen [Update]

Phishing-Angriff auf Schweizer Bankkunden [Update]

Medien: Machtkampf bei der Telekom

SanDisk will Apples iPod vom Thron stoßen

Erster Blu-ray-Disc-Recorder auf PC-Basis kommt nach Europa

Google verliert erstmals nach elf Monaten in den USA Marktanteile

1&1 investiert in neue Hosting-Standorte

Sicherheitsexperte kritisiert Flughafensicherheit als "gefährlichen Selbstbetrug"

Infineon liefert Chips für US-Reisepässe

Linux 2.4 erhält nun ebenfalls schneller Korrekturen

Shredder siegt bei der Fischerschach-Weltmeisterschaft

Philips setzt auf Emotionen statt auf reine Technik

Linux-Desktop KDE 4: Erster Entwickler-Schnappschuss

E-Mail-Client Mulberry 4.05 ist Freeware

OSDL-Chef: "MS Office für Linux ist unumgänglich"

Microsoft dreht Update-Server SUS den Hahn zu

GEZ-Spartarif für Internet-PCs wird wahrscheinlicher

Was war. Was wird. (Vierter Teil des Sommerrätsels)

Provider Cogent schaltete Wikipedia ab

Level 3 und MySpace schließen Vertrag -- mehr Bandbreite für Videos

Pannenserie bei der Arbeitslosengeld-Berechnung geht weiter

Qualcomm rüstet sich für europäischen Mobilfunkmarkt

eBays Express-Marktplatz vor dem Start

Südkorea setzt auf High-Tech-Kleidung

Internet-Branche fordert Gesetz gegen Passwort-Klau

Weitere Meldungen...


 
Copyright © 2006 Heise Zeitschriften Verlag
Datenschutzhinweis   Impressum   Kontakt     Hosted by Plus.line