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Musik als Zeichensprache

Zu allen Zeiten herrschte die Anschauung, Musik „bedeute“ etwas über die wahrgenommenen Klänge hinaus, sie bringe etwas zum Ausdruck, habe etwas auszusagen. Absolute Musik, die nur als Klang und Form verstanden sein will, ist ein kulturelles Spätprodukt.

(Musikstudio 1)

Möglichkeiten der musikalischen Symbolik:

  1. Tonmalerei



  2. Allegorische Nachbildung von klanglich nicht darstellbaren Inhalten



  3. Leitmotive



  4. Anspielungen, Zitate



  5. Akkorde, Tonart






  6. Spezielle Musik- und Tonsymbole






  7. Affektgehalt
Tonbeispiele:
ANNA: Schweigend nähert er sich und will mich umarmen; ich versuche mich zu befreien. er drückt umso fester. Ich schreie, keiner kommt. Mit einer Hand verdeckt er meinen Mund und mit der anderen umschlingt er mich so, dass ich mich schon besiegt glaubte.
OTTAVIO: Schuft! Und dann?
ANNA: Dann, der Schmerz, der Schrecken vor dem unerhörten Versuch, verdoppelten meine Kräfte, sodass stoßend, heftig ringend, ich mich befreien konnte.
OTTAVIO: Ich atme auf!

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