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+ 8. Klasse

Johann
Sebastian Bach
1685 Geboren in Eisenach in Thüringen.
1695 Nach dem Tod des Vaters kommt Johann Sebastian zum älteren Bruder
Johann Christoph, einem Organisten in der Kleinstadt Ohrdruf.
1700 Ab 1700 verläuft Bachs Lebensweg über folgende Stationen:
1708 Bach kehrt nach Weimar zurück und wird Hoforganist. In Weimar
werden auch seine später berühmten Söhne Wilhelm Friedemann und
Carl Philipp Emanuel geboren.
1717 Bei der Besetzung der Stelle des Hofkapellmeisters in Weimar wird Bach
übergangen. Darüber gibt er seinem Unmut so heftig Ausdruck, dass
der Herzog ihn vier Wochen einsperren lässt. Bach geht daraufhin nach Cöthen
und wird dort Hofkapellmeister. Er schreibt hauptsächlich weltliche Musik.
1720 Maria Barbara stirbt. Aus dieser Ehe stammen sieben Kinder.
1721 Bach heiratet die Sängerin Anna Magdalena Wülcken. Aus dieser
Ehe stammen weitere dreizehn Kinder.
1723 Übersiedelung nach Leipzig, wo er bis zu seinem Lebensende
bleibt. Er ist als Thomaskantor für die Kirchenmusik an der
Thomaskirche sowie weiteren drei Kirchen zuständig. Außerdem ist
er als Lehrer an der Thomasschule für die musikalische Ausbildung und den
Lateinunterricht zuständig.
1729 Komposition und Uraufführung der Matthäuspassion.
1747 Beginn eines Augenleidens, das schließlich zur völligen Erblindung
führt.
1750 Bach stirbt in Leipzig.
Wichtige Werke
Präludien, Toccaten und Fugen für Orgel, Inventionen, Sinfonien und Suiten für Klavier (=Tastenins
trument), Wohltemperiertes Klavier (2 Bände zu je 24 Stücken in
allen Dur- und Molltonarten), 6 Brandenburgische Konzerte für Orchester,
Passionen, Oratorien und Kantaten.
Meinungen über J.S. Bach
Paul Hindemith (Komponist): Es ist dies das Wertvollste,
was wir mit Bachs Musik geerbt haben: die Schau bis ans Ende der dem Menschen
möglichen Vollkommenheit.
Hans v. Bülow (Dirigent): Bach ist der Tripelextrakt der
Musik
Das Wohltemperierte Klavier ist das Alte Testament, die Beethovenschen
Sonaten das Neue, an beides müssen wir glauben.
Peter Iljitsch Tschaikowsky (Komponist): Ich kann wohl sagen,
dass ich Bach gerne spiele, weil das Spielen einer guten Fuge unterhaltend
ist, aber ich erblicke in ihm nicht ein großes Genie.
Beispiel 1: Matthäus-Passion, Klavierauszug S. 145ff.
Einige vorkommende Musiksymbole:

Beispiel 2: Toccata und Fuge d-Moll