ME-Startseite > ME-Materialien > 5.
+ 6. Klasse
Was bedeutet: Musik hat eine Funktion?
Wenn Musik nicht nur zum Zuhören bestimmt ist, sondern aeine darüber hinausgehende Aufgabe hat, spricht man von funktioneller Musik. Die Funktion eines Musikstücks kann sich im Laufe der Zeit ändern.
Einige Beispiele dazu:
Musik bei der Arbeit passiv
Um den Leistungsabfall während eintöniger Arbeit zu verhindern, erklingt aus dem Lautsprecher eine spezielle Hintergrundmusik. In Amerika gibt es dafür eine eigene Firma namens MUZAK, welche die Musik auf die Tageszeit abgestimmt (Leistungskurve) über Telefonleitungen einspielt.
Wichtig dabei ist, dass die Musik nicht bewusst wahrgenommen werden soll. Dazu werden alle aufmerksamkeitserregenden Elemente entfernt: Hohe und tiefe Frequenzen, plötzliche laute Töne,
Musik bei der
Arbeit aktiv
Beim Arbeitslied singen die ArbeiterInnen selbst im Rhythmus der Arbeit mit. Durch die dabei gewonnene Energie wird die Arbeit als weniger eintönig empfunden und geht schneller vonstatten.
Musik im Kaufhaus
Es soll eine angenehme Atmosphäre geschaffen werden,
damit sich die KundInnen wohl fühlen und mehr kaufen. Untersuchungen belegen
jedoch, dass zwar die Verweildauer im Geschäft größer wird,
gekauft wird aber dennoch nicht mehr.
Politische Musik
dient oft zum Herstellen eines Zusammengehörigkeitsgefühls
und zum Transportieren von Botschaften. Besonders
in totalitären Systemen legen die Machthaber großen Wert darauf,
die Musikausübung zu kontrollieren und etwaige kritische Tendenzen zu verhindern.
Eine besonders wirksame Methode ist hier die Verschlüsselung von Inhalten,
die nur unterbewusst wahrgenommen werden.
Musik in der
Werbung
kann die verschiedensten Aufgaben erfüllen:
Zur Produktion von eigener Werbemusik beschäftigen die Agenturen KomponistInnen, die für das jeweilige Produkt maßgeschneiterte Stücke schreiben.
Filmmusik Musikfilm
Filmmusik: Untermalung, Musikfilm:
Die Musik selbst spielt die Hauptrolle (z.B. verfilmtes Musical
oder Oper)
Wurde früher live gespielt: Entweder Panist oder kleines Orchester.
Standard-Stücke für immer wieder vorkommende Szenen: Liebesszenen,
Verfolgungsjagd, Gruselstimmung, Tortenschlacht,
Mit der Erfindung des Tonfilms (1927) wurden die KinomusikerInnen arbeitslos.
Dufür gab es jetzt FilmmusikkomponistInnen, und die Musik wurde meist mit
Orchester im Studio eingespielt und zum Film geschnitten.