ME-Startseite > ME-Materialien > 5. + 6.
Klasse
Seit dem 16. Jahrhundert war Jamaica einer der wichtigsten Umschlagplätze für schwarze Sklaven. Sie wurden entweder auf den dortigen Zuckerrohrfeldern eingesetzt oder weiter in die USA transportiert.
Burru: War eine der wenigen afrikanischen Musikformen, die den Sklaven erlaubt war, und zwar deshalb, weil die Burru-Drums den Sklavenhaltern als Metronom für die Arbeit dienten. Die Trommeln des Burro finden sich Jahrhunderte später im Reggae wieder. Typische afrikanische Elemente sind Call and response (einer singt vor, Chor antwortet), kleine Tonschritte und die ständige Wiederholung kurzer Melodie- und Rhythmusmuster.
Rastafarian ist eine Religion, die mehr durch die Haarmode (Dread Locks) und die Musik ihrer Anhänger berühmt wurde als durch ihre Inhalte. Viele Elemente des Burru wurden übernommen. Die Texte sind sozialkritisch und behandeln oft die Befreiung Afrikas von ihren Unterdrückern.
Ska entstand, nachdem in den 50-er Jahren die ersten Transistorradios nach Jamaica gekommen waren, wo man auf US-Sendern hauptsächlich Rhythm & Blues Nummern hörte. Das Tempo war schnell, der Rhythmus hüpfend. Jazzartige Solos auf Trompete oder Saxophon sind für diese Musikrichtung maßgebend. Eine typische Ska-Besetzung besteht aus Sänger(n), Rhythmusgruppe und Bläsern.
Im Rocksteady wird das Tempo wieder langsamer, die Stimme wichtiger, die Bläser treten zurück. Der Bass übernimmt stellenweise Melodiefunktionen, deshalb wird Rocksteady manchmal als eigentliche Quelle des Reggae angesehen.
Aufgabe 1: Trage in die leeren Kästchen die richtigen Musikstile ein!

Aufgabe 2: Die Kästchen unten stellen Bausteine eines typischen Reggae-Begleitmusters dar. Schreib jeweils den Namen des passenden Instruments dazu!
(Bass, B-Drum+Rim, Gitarre, Hihat, Maracas, Orgel, Timbales)
