Zur Homepage ME-Startseite > ME-Materialien > 5. + 6. Klasse


2.2.2. Konzert

Das Wort „Konzert“ hat im Deutschen zwei Bedeutungen:

Der Begriff leitet sich wahrscheinlich von „concertare“ ab (wetteifern, wettstreiten)
Entstehungsgeschichte:
Schon im 16. Jahrhundert entdeckte man den „Stereo-Effekt“, d.h. man schrieb Stücke für zwei Orchester/Chöre, die im Raum verteilt waren. Der Klang kam also einmal von links, dann wieder von rechts u.s.w.
Diese beiden Klanggruppen wurden später (etwa im 17. Jahrhundert) verschieden groß: Eine Gruppe bestand oft nur mehr aus drei bis vier Musikern, die andere war ein voll besetztes Orchester.
Schließlich reduzierte man eine „Gruppe“ auf ein Instrument, das dadurch besonders in den Vordergrund gestellt wurde.Konzerte wurden sehr oft von KomponistInnen für sich selbst geschrieben (Bach, Vivaldi, Mozart, Beethoven,…), sie sind meist sehr schwer zu spielen (virtuos) und natürlich soll/darf/muss man den/die Solisten/Solistin für seine/ihre Leistung gehörig bewundern/beneiden1.
Aufbau:
Ein Konzert hat üblicherweise 3 abgeschlossene Sätze im Tempo schnell-langsam-schnell. Manchmal spielt das Orchester am Anfang des 1. Satzes alleine (Exposition), das Soloinstrument setzt später ein und wiederholt diesen Teil (Exposition nochmals). Danach folgen Durchführung und Reprise, oft duch Zwischenspiele des Orchesters voneinander getrennt.
Eine Besonderheit beim Konzert ist die Kadenz: Meist knapp vor Schluss eines Satzes hält das Orchester einen Akkord aus. Danach hat der Solist die Möglichkeit, irgend etwas zu improvisieren - ganz ohne Orchesterbegleitung!2 Das war zumindest bis Beethoven so, später schreiben die KomponistInnen ihre Kadenzen dann aus.Man weiß aber z.B. von Mozart, dass er seine Konzerte an vielen Stellen nicht so gespielt hat, wie sie in Noten aufgeschrieben waren.
Verhältnis zwischen Solo und Orchester:
Das kommt ganz drauf an. Bei den Klavierkonzerten von Brahms sind Klavier und Orchester ziemlich gleich wichtig. Bei einem Violinkonzert von Paganini spielt die Geige die schwierigsten Dinge, während das Orchester außer schrumm-schrumm nicht viel zu melden hat.
Berühmte Konzerte:
Haydn
: Trompetenkonzert
Mozart
: Violin-, Klavierkonzerte, Klarinettenkonzert.
Beethoven: Klavierkonzerte, Violinkonzert.
Tschaikowsky: Violinkonzert, 1. Klavierkonzert:
Aufgabe: Im Buch auf S. 129 findest du 4 Notenbeispiele.
Du hörst:

Was ist bei Georges Gershwins „Rhapsody In Blue“

 

genauso wie bei einem klassischen Klavierkonzert?

1 Nichtzustreichendes treffen!

2 Macht bzw. kann heute fast niemand mehr. Kadenzen werden zuhause eingelernt oder von Noten abgespielt.


ME-Startseite > ME-Materialien > 5. + 6. Klasse
antonkriegergasse | Mein Gästebuch | E-Mail