Leitbild
Das Leitbild der Anton-Krieger-Gasse ist eine Vereinbarung der hier tätigen LehrerInnen über ihre Arbeitsweise und Einstellung der Schule und den SchülerInnen gegenüber.
Nach außen sind Leitbild und Schulprofil eine Darstellung der aktuellen Schulsituation, wobei auch Zielvorstellungen miteinbezogen sind und die Möglichkeit für Weiterentwicklungen und Ergänzungen gegeben ist.
Dieser Text wird am Ende jedes Schuljahres in einer Gesamtkonferenz auf seine Aktualität und Gültigkeit überprüft. Es können dabei Anträge von allen SchulpartnerInnen zur Veränderung des Textes gestellt werden, die mit Mehrheitsbeschluss in Kraft treten.
Wir bemühen uns im täglichen Umgang mit unseren SchülerInnen um Verständnis, Toleranz und gegenseitige Achtung.
Unsere Arbeit im LehrerInnenkollegium beruht auf enger Kooperation und wechselseitiger Unterstützung.
Wir streben ein möglichst breites Integrationsspektrum an, wenden uns gegen Vorurteile und jede Form von Diskriminierung. Insbesondere treten wir gegen geschlechtsspezifische Benachteiligung, Nationalismus und Rassismus auf.
Wir vermitteln unseren SchülerInnen umfassende Bildung und damit kreative, kognitive und soziale Kompetenzen. Wir erziehen sie zu Selbständigkeit, Eigenverantwortung und Kooperationsfähigkeit, ohne dabei auf ein konformes Erscheinungsbild zu drängen.
Soziales Lernen und Teamarbeit haben bei uns hohen Stellenwert, wobei wir klar zur individuellen Leistungsanforderung stehen.
Wir betrachten es als Verpflichtung, unsere pädagogische Arbeit ständig zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Wir freuen uns über die überdurchschnittliche Schulzufriedenheit unserer SchülerInnen und wollen die möglichst angstfreie und produktive Arbeitsatmosphäre aufrechterhalten. Von den SchülerInnen erwarten wir die dazu notwendige konstruktive Arbeitshaltung und die Bereitschaft, Verantwortung für das tägliche Miteinander zu übernehmen.
Die Anton-Krieger-Gasse ist eine der größten allgemeinbildenden höheren Schulen (AHS) Österreichs, wodurch ein breites Bildungsangebot möglich ist.
Ab dem Schuljahr 1998/99 ist dafür eine gegenüber den früheren Jahren geänderte Modellbeschreibung gültig. Es werden auch VolksschulabgängerInnen, die nicht über die AHS-Berechtigung verfügen, aufgenommen. Bei Bedarf und der Erfüllung der entsprechenden Rahmenbedingungen ist die Aufnahme von behinderten SchülerInnen in Integrationsklassen möglich. Charakteristische Elemente der Arbeit im Schulversuch sind das Eingehen auf individuelle Bedürfnisse der einzelnen SchülerInnen durch innere Differenzierung und ein möglichst vernetztes, pädagogisch abwechslungsreiches Bildungsangebot in Form von Assistenz-, fächerübergreifendem und projektartigem, themenzentrierten Unterricht. Eine fixe wöchentliche Klassenstunde ermöglicht das Bearbeiten klasseninterner Angelegenheiten.
Für die SchülerInnen unserer Unterstufe ist eine (kostenpflichtige) Nachmittagsbetreuung inklusive Mittagessen im Tagesschulheim möglich, die durch LehrerInnen unserer Schule erfolgt. In diesem Rahmen sind sowohl die Erledigung der Hausübungen als auch der Besuch von Neigungskursen möglich. Für zusätzliche Förderung bzw. Freizeitgestaltung gibt es die Lernwerkstatt und etliche unverbindliche Übungen bzw. Freigegenstände.
Anschließend an die 4. Klasse wird neben unserer Oberstufe der Besuch der im Haus geführten einjährigen Fachmittelschule (FMS) angeboten. In diesem Jahr haben die SchülerInnen Gelegenheit, verschiedene Berufsbilder kennenzulernen und sich auf den Besuch einer weiterführenden mittleren oder höheren Schule vorzubereiten.
Ebenfalls anschließend an die 4. Klasse bieten wir die einjährig geführte Übergangsstufe an. Diese dient zur Vorbereitung auf die Oberstufe und ist speziell gedacht für
Die Oberstufe (5. bis 8. Klasse) besteht aus fünf verschiedenen, parallel geführten Ausbildungszweigen:
Als zweite Fremdsprache steht Französisch, Italienisch, Latein, Russisch oder Spanisch zur Wahl.
In der 5. Klasse findet in allen Zweigen Unterricht in Methodentraining sowie eine fixe wöchentliche Klassenstunde statt.
Den SchülerInnen der Oberstufe wird ab der 7.Klasse eine breite Palette an Wahlpflichtgegenständen - vorwiegend in kleinen Gruppen - angeboten.
Als Grundlage für eine erfolgreiche Organisation erwarten wir, dass jede(r) einzelne(r) Lehrer/in zur aktiven Mitwirkung und Übernahme von Verantwortung bereit ist. Deshalb sind in allen Bereichen, wo dies zielführend erscheint, Möglichkeiten zur Mitarbeit und Mitbestimmung vorgesehen.
Der/die DirektorIn trägt die Gesamtverantwortung für unsere Schule und vertritt sie nach außen. Intern führt er/sie die Schule kooperativ, sorgt aber für klare Entscheidungen zum richtigen Zeitpunkt und für deren Durchsetzung. Die Aufgaben der Schulleitung sind komplex, extrem umfangreich und nehmen ständig zu. Wir streben daher die Einsetzung eines Leitungsteams an, das aus wenigstens drei freigestellten Personen besteht, wodurch die Auslagerung von Sachkompetenzen aus der Gesamtleitung zur Verstärkung der Kapazität für pädagogische Belange (der/die päd. Leiter/in bleibt weiterhin letztverantwortlich) erreicht werden soll.
Intensive Kooperation besteht zwischen Schulleitung und folgenden Gremien:
Organisationsentwicklungsgruppe (OE): Besteht aus LehrerInnen, welche die Direktion im Schulmanagement unterstützen. Konkrete Aufgaben sind Beratung, Feedback, Erarbeiten von Entscheidungsgrundlagen für Schulentwicklung.
Um über das staatlich finanzierte Schulbudget hinaus Mittel für die verschiedensten schulischen Anliegen zu bekommen, erschließt der Liesinger Schulverein zusätzliche Einnahmequellen.
Durch Kooperation mit - bevorzugt im Bezirk Liesing angesiedelten - Firmen können auch Sponsoring- bzw. Werbeverträge abgeschlossen werden, sofern sich infolgedessen keine wesentliche Beeinträchtigung der Befindlichkeit der in der Schule tätigen Personen ergibt. Werden von der Schule dabei Gegenleistungen erbracht, ist der SGA mit der Angelegenheit zu befassen.
Unsere Schule versteht sich als offenes Haus. Wir versuchen, in einem Klima konstruktiver Zusammenarbeit Außenkontakte zu Eltern, Fachleuten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Kunst, Politik etc. sowie Kontakte zu anderen Schulen für unsere Weiterentwicklung zu nützen. Derzeit pflegen wir Partnerschaften mit Schulen in Guatemala und Malawi.
Die Anton-Krieger-Gasse soll mittelfristig zu einem regionalen Zentrum für Weiterbildung auf den verschiedensten Gebieten werden. Der Schwerpunkt liegt derzeit auf Angeboten im Bereich der EDV. Im neu geschaffenen und ständig auf letztem technischen Stand gehaltenen Computer-Schulungsraum werden Aus- und Fortbildungskurse für SchülerInnen und LehrerInnen unserer Schule sowie für andere interessierte Personen angeboten.
Im Rahmen der Öffentlichkeitsarbeit schenken wir der korrekten Darstellung unserer Aktivitäten und der Vermittlung unserer pädagogischen Ziele nach außen großes Augenmerk.
Unser Ziel ist ein interessanter, abwechslungsreicher und methodisch durchdachter Unterricht. Dazu ergänzend stehen eine große Schulbibliothek, verschiedene audiovisuelle Medien und moderne Computer zur Verfügung. Wo immer es möglich und sinnvoll erscheint, versuchen wir SchülerInnenaktivitäten anzuregen bzw. zu unterstützen.
Zur Zeit stehen für die Betreuung und Integration verhaltensauffälliger SchülerInnen SchulpsychagogInnen zur Verfügung. Diese hilfreiche Einrichtung versuchen wir auf Dauer zu erhalten.
Um unseren Standard ständig zu verbessern, bildet sich jede/r LehrerIn durch den Besuch von Fortbildungsveranstaltungen etc. weiter.
Zur Weiterentwicklung unserer Unterrichtsarbeit und zur Verbesserung der internen Kommunikation findet jedes Jahr ein pädagogischer Tag für das gesamte LehrerInnenkollegium statt.
In unserer Schule führt jede/r Lehrer/in einmal jährlich eine Reflexion seiner/ihrer Arbeit mit den SchülerInnen in wenigstens einer Klasse durch.
Die Zusammenarbeit in Teams ist ein wesentliches Merkmal unserer schulischen Arbeit auf allen Ebenen. Dazu gehören: LehrerInnenteams in Unter- und Oberstufe, regelmäßige Klassen- und Fachkonferenzen sowie Arbeitsgruppen zu diversen Sachthemen. Um die Effizienz der Teamarbeit sicherzustellen, werden häufig externe ModeratorInnen zur Supervision eingeladen.
Wichtige, die gesamte Schule betreffende Angelegenheiten werden in der Gesamt-LehrerInnenkonferenz (SchülerInnen- und ElternvertreterInnen werden dazu eingeladen) behandelt. Mehrheitsbeschlüsse sind bindend, sofern sie den gesetzlichen Bestimmungen entsprechen.
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