Projekte
Future for KosovoNovember 2000: für 3 Wochen lädt die Hausgemeinschaft Sargfabrik
in Wien - Penzing eine 25-köpfige Delegation MittelschülerInnen
zu sich ein. Kosovarische Mädchen und Burschen, Albaner, Serben, Bosniaken,
Roma, Türken. Alle aus Mitrovica, der bürgerkriegsnahen Stadt im
Norden des Kosovo. Der Stadt, die durch den Fluß zweigeteilt ist, im
Norden Serben, im Süden Albaner, die Minderheiten aufgeteilt, die KFOR
dazwischen; die Brücke ist für Einheimische mit Stacheldraht und
Panzern gesperrt.
Die Projekt-Idee dahinter: gerade die begabten Jugendlichen sind die Hoffnungstrager eines kriegsgeschüttelten Landes, wenn es um den Mut auf Zukunft geht. Mut für eine gewaltfreie Koexistenz und Hoffnung auf ein Durchbrechen der Spirale der Gewalt, die eine unglückliche europäische Außenpolitik eher noch verstärkt hat.
Einige Tage waren der Erholung und dem Sich-Anfreunden mit den Gastgebern der Sargfabrik und den Schönheiten Wiens gewidmet.
Dann folgen intensive Tage Innere Arbeit
- individuelle
und Gruppenarbeit zu den heldischen und den dämonischen Seiten in sich
selbst, Methoden der humanistischen Psychologie zur Versöhnung mit Feinden
im Außen und im Innen.
Dann zahlreiche Schulbesuche: WUK, Herbststraße, Antonkriegergasse, Rahlgasse, Geblergasse. Mit der AntonKriegergasse der Musik-videoclip 2000.
Und Besuche und Diskussionen bei der Beziksvertretung, im Rathaus, im Parlament; und bei der Friedens-Uni Schlaining.
Nach 3 Wochen dichten Programms mit viel Lernen, viel Spaß und Disco erschöpft, aber auch voller Anregungen, waren ethnische Unterschiede nicht zu bemerken und kein Thema.
Nun sind sie zurück in Mitrovica, der äußere Druck ist eher größer geworden, doch sie treffen sich wieder und versuchen die Erfahrungen umzusetzen. Werden sie es schaffen?
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