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(Logo)Sie surfen gerade mit einem Browser durchs Web

Angenommen, Sie kommen auf eine Seite, wo steht: "Diese Seite ist optimiert für Microsoft Internet Explorer und eine Auflösung von 1024x768." Laden Sie sich dann sofort den neuesten Microsoft Internet Explorer herunter und installieren ihn? Falls Sie einen kleinen Monitor haben, gehen Sie sofort zum Händler und kaufen Sie einen größeren? Klingt dieser Satz nicht so wie:

Bevor Sie meine Seite besuchen, schaffen Sie sich gefälligst die Soft- und Hardware an, die ich für gut finde!

Nicht gerade höflich, finden Sie nicht auch?

Besonders schlimm wird es dort, wo eine Internetseite gar nicht mehr funktioniert, weil die Autorin (oft aus Unwissenheit, dass es auch anders geht) Dinge eingebaut hat, die nur mit bestimmten Browsern, Plug-ins oder Skripten angezeigt werden können.

Vollkommen vergessen wird in diesem Zusammenhang meist auf Menschen mit Behinderungen

Viele sogenannte "Web-Designerinnen" vergessen, dass die Leute, welche ihre Seiten sehen, eventuell nicht wie sie einen superschnellen Computer mit Breitbandanschluss haben. Auch sehen die Betrachterinnen vielleicht alles auf einem 14 Zoll Monitor und nicht auf dem Großbildschirm, den die Autorin in ihrer Agentur benützt.

Jedoch: Sehbehinderte lassen sich eventuell die Seite vom Programm vorlesen und können keine Bilder betrachten. Farbenblinde können manche Kombinationen von Text- und Hintergrundfarbe nicht erkennen. Die Rechtsverordnung für eine barrierefreie Informationstechnik (BITV) vom 24. Juli 2002 verlangt, dass bis zum Jahr 2005 "Menschen mit Handicaps" ohne Probleme auf Internetangebote und digitale Publikationen des Bundes zugreifen können.

Das Problem: Microsofts Internet Explorer bis Version 7

In den HTML-Spezifikationen sind alle Befehle genau festgelegt und beschrieben. Eigentlich sollten sich Internetbrowser an diesen Standard halten, fast alle tun es auch. Sogar Microsofts Internet Explorer hält sich ab der Version 8 im Wesentlichen an diese Standards.

Leider machen aber frühere Versionen des Internet Explorers grobe Fehler bei der Darstellung von Internetseiten. Und leider benutzen noch immer viele Leute diese fehlerbehafteten Versionen. Deshalb verleitet es Web-Autorinnen oft, ihre Seiten absichtlich fehlerhaft zu schreiben, um die Fehler im Internet Explorer wieder auszugleichen.

Fast alle Seiten im Web enthalten zahlreiche Fehler.

Auch aus diesem Grund findet man im Web fast keine fehlerfreien Seiten. Falls Sie das jetzt nicht glauben: Testen Sie eine beliebige Seite auf Fehler. Sie werden staunen. (Sie können natürlich auch diese Seite testen.) Beide Links öffnen sich in einem neuen Fenster.

Der Grund, warum die Seiten dann doch fehlerfrei angezeigt werden, ist einfach: Die heute gebräuchlichen Browser sind hier außerordentlich tolerant und verzeihen selbst grobe Schnitzer. Sie zeigen Seiten auch dann noch an, wenn die Autorin wichtige Elemente vergessen oder fehlerhaft verwendet hat. Das führt natürlich nicht unbedingt dazu, dass Web-Designerinnen auf fehlerfreie Arbeit großen Wert legen. Wozu auch? Ihre Seiten sehen doch ohnehin gut aus.

Firefox, Safari und Internet Explorer sind nicht die einzigen Browser am Markt

Haben Sie gewusst, dass es derzeit allein für Windows mehr als 6 verschiedene Browser gibt? Auf anderen Plattformen ist die Auswahl sogar noch größer (Linux: mindestens 12, Mac OS: mindestens 10). Falls Sie sich hier informieren wollen, besuchen Sie doch einmal die Seite MultiOS Browser Test. Unter „Browser Infos“ finden Sie eine Liste mit Browsern auf verschiedenen Betriebssystemen.

Anmerkung: Durchgehend weibliche Bezeichnungen auf dieser Seite sind beabsichtigt und gelten selbstverständlich in gleicher Weise für beide Geschlechter.

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