
Alles begann vor einem Jahr mit Beginn des 2. Semesters. Von unseren BG-Lehrern, Frau Egger und Herrn Heinzle, wurde uns unser neues Projekt vorgestellt: "Reise durch die Epochen" (Epoche = Zeitabschnitt) Gruppen (2 - 4 Personen) wurden gebildet, welche sich eine Epoche aussuchten. Dann wurden Informationen gesammelt und los ging es mit dem Planen. Nach Bildbeispielen oder eigenen Entwürfen (die aber die wichtigsten Stilmerkmale (Stil: die Einheit einer Ausdrucksform eines Kunstwerks) enthalten mußten) wurden Pläne in Original-Modellgröße gezeichnet. Ziemlich schwer, da gewisse Maße (Höhe + Breite = max. 104 cm, Tiefe: 15 cm) unbedingt eingehalten werden mußten. Aber nichts destotrotz bewältigten wir diese Aufgabe in relativ kurzer Zeit. Dann war Materialsammeln (ausschließlich Holz!) angesagt, wobei wir genauso wie beim anschließenden Bauen, viel improvisieren sollten. Das war sowieso nötig, da nicht unbedingt immer das da war, was man gerade benötigte. Ja, und damit waren wir schon mitten im Bauen, Werken, Denken, Grübeln. Diese Phase zog sich über ein Semester hin. Von anfänglicher Euphorie über völlige Verzweiflung (weil nichts weiter ging) und immer stärker werdender Müdigkeit, bis zum letzten Mal seine geistigen Kräfte Sammeln, um diese Ausstellung zu machen, alle Gemütszustände waren während dieser Zeit vorhanden. Es wurde geschimpft, gelacht, geflucht. Fast alle sind einmal (oder öfters) verzweifelt und oft wurde darüber geredet, dass wir einfach aufhören. Aber als dann diese Ausstellung eröffnet wurde und wir die Anerkennung, das Lob, und die Bewunderung für unsere Arbeit von den Leuten bekamen, war viel Anstrengung vergessen und ein jeder war stolz auf das was er zusammengebracht hatte.
Die Vorarbeiten zu diesem Projekt begannen bereits im Herbst des Schuljahres 1998/99 mit der damaligen 6E. Mit Hilfe von Diavorträgen wurdee eine Einführung in die Stile verschiedener Epochen (Romanik bis Postmoderne) gegeben. Es wurden Beispiele von Hausfassaden betrachtet (Sakral- und Profanbauten).
In einem ersten Arbeitsschritt mussten sich die SchülerInnen zu einer Arbeitsgruppe zusammenfinden, um für jeweils eine Epoche eine Typik-Fassade sowie ein Funktionskonzept entwerfen.
Im Jänner 1999 kam dann der zweite Arbeitsschritt: Die SchülerInnen mussten im Maßstab 1:25 einen Fassadenplan erstellen, der in Länge und Breite nicht mehr als 100cm misst. Die Baupläne konnten frei - "nach Gefühl" oder als Kopie einer Vorlage bzw. eine Mischform aus beidem erstellt werden.
Mit Beginn des Schuljahres 1999/2000 gingen die SchülerInnen der nunmehrigen 7E daran, gemeinsam mit den LehrerInnen zehn Modelle aus Holz herzustellen: typische Gebäudebeispiele aus Romanik, Gotik, Renaissance, Barock, Rokoko, Klassizismus, Jugendstil, Art Deco, Moderne sowie Postmoderne.
In historischer Chronologie (von links nach rechts) sind die Modelle nun an einer geraden Straße ausgestellt, deren Zustand sich der technischen Entwicklung entsprechend jeweils verändert.
Die Gruppen hatten kleine Info-Blätter zu ihren Modellen zu entwerfen, die über die wichtigsten technischen Daten und Stilbegriffe Auskunft geben.
Am 10. November 1999 wurde die Ausstellung in der Aula feierlich eröffnet.
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